Mein erster Trimaran

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Back to the roots ,ist  das Leitmotiv bei diesem Boot.

Das war er, mein erster Trimaran vor ca. 30 Jahren.  ( Bilder anklicken und vergrössern)

Ich kann  nur sagen, es war das Schlüsselerlebnis für diese Art zu segeln. Ich befand mich schon seit längerer Zeit im südlichen Archipel ( zwischen Indonesien und den Philippinen) und dachte intensiv daran die zahlreichen Inseln nicht mehr mit dem zufällig vorbei kommenden Fährschiff zu befahren, sondern so wie der Insulaner mit einer Proa oder mit einem Trimaran.

Das Hindernis, daß sich nun in den Weg stellte, ich befand mich in keinem touristisch erschlossenem Inselreich wo es einfach alles gibt, wenn man nur Dollars genug hat.

Gerade weil ich wusste das auf diesen Inseln noch kein Tourismus war, wollte ich ja unbedingt dort hin. Wie ich diese Inseln  erreicht habe und vor allem mit welcher Art von Schiffen (Seelenverkäufer), Boote und Umwegen (Grenzstreitigkeiten), wäre für sich schon eine  schöne Erzählung.

Nach vielen Erkundigungen und der Hilfsbereitschaft von Insulanern die etwas Verständniss für meine Idee auf brachten, gelang es mir auf einer der Inseln  einen Trimaran für eine ” längere Zeit”  zu bekommen. Es war wie schon gesagt nicht so eine Frage der Dollars ein Boot zu bekommen, sondern das Vertrauen zu dem Bootseigner spielte dabei eine sehr viel größere Rolle.

Ich sollte erst mal zeigen, daß ich auch umgehen konnte mit seinem Tri. Dies bedeute für mich selbstverständlich so zu segeln als ob der Tri schon immer mir gehörte.

Mit viel Gefühl für Rigg und Boot. Nicht ausreizen sondern früh auffieren und das Material schonend segeln. Das machte mir keine Probleme, diesen Standpunkt vertrat ich damals schon und auch heute noch.

Bei diesem Boot ist das aber noch wichtiger, da alles nur durch Seile zusammen gebunden ist. (Rigg, Segel- Baum, Amas , Ausleger und Ruder alles  ist am Bootsrumpf angebunden).

(siehe Bild, anklicken und vergrössern)

Daher kann schnell etwas reißen oder abbrechen. Ein Schwert hat das Boot auch nicht und somit wenig Führung über den Mittelrumpf, dafür aber auch fast keinen Tiefgang. Nur das Ruder ist etwas tiefer im Wasser als der Rumpf.

Man glaubt es kaum, das reicht vollkommen aus mit den beiden Bambusstangen in der Spur zu bleiben. Nur ab und zu unterschneiden die Ausleger.

Mit dem Segel kann man die Steuerung bzw. das Ruder das an einem Schnürl aufgehängt ist auch ganz gut unterstützen. Es klappte prima und nach ein paar Stunden bekam ich den Tri endlich, um damit die vielen Inseln und Korallenriffe besuchen zu können.

Die nötigsten Sachen waren schnell gepackt und ab ging es, von Insel zu Insel und von einem Riff zum anderen. Das war das Paradies auf Erden für mich. Es gab nichts schöneres, als mein Trimaran, die vielen Inseln, das Meer, die Sonne und der Wind  “Die Zeit”, die ich nun hatte, verging ab jetzt plötzlich rasend schnell.

Ich hatte fast ein Problem damit, das Morgen auch wieder ein Tag beginnt und damit ein Tag weniger für mich und "meine Zeit ”. Diese Gedankengänge habe ich bis heute, glücklicherweise noch ab und zu.

Natürlich hatte ich auch Maske, Schnorchel und Flossen dabei. Denn die Korallenriffe waren hier ja unglaublich schön und voller Leben.

Der Tri aus Palmenholz und Bambusstäben gebaut, hat die ganze ” Zeit”  über gehalten und mir eine wunderschöne, einzigartige Segelreise durch eine der schönsten Seegebiete der Welt ermöglicht.

Bei etwas schlechterem Wetter bin ich an eines der Inselufer gesegelt und habe das Boot mit Hilfe von Einheimischen auf  den sicheren Sandstrand gezogen.

Nach einer für mich ”viel zu kurzen” Aufenthaltszeit  gab ich den Tri wieder an den Vorbesitzer zurück. Er meinte das ich schon ”such a loong time”  weg war und glaubte eigentlich nicht mehr daran, mich und den Tri jemals wieder zu sehen. Seine Freude war wirklich groß darüber, daß bei mir alles so gut klappte. Ich lernte dabei mal wieder Gesetze?? der ”Zeit” nach... Einstein? kennen.
Was dem einem zu schnell vergeht, vergeht dem anderen viel zu langsam.

Entscheidend dabei ist natürlich immer der Standpunkt, an dem man sich gerade befindet. Es funktioniert hier auf unserer Erde im Kopf. Ist das nun auch Lichtgeschwindigkeit?
Wie auch immer ! Es war auf jeden Fall eines meiner aller schönsten Segelerlebnisse die ich je hatte. 

Zusätzliche Info!

In der Inselwelt wo ich mich befand (Celebes-see, Sulawesi-see, Flores-see, Banda-see, Molukken, ectr.) werden diese Boote auch als Langfahrt - Lastenboote gebraucht obwohl viel Gewicht mögen sie ja nicht.

Deshalb baut man sie dann wesentlich länger und breiter. Dazu kommt dann  auch ein starker Motor mit Schraube und eine kleine Kajüte  Das Segeln ist jetzt leider nur noch eine Nebensache.

Die negative Nutzung eines Trimaran!

In der südlichen See (zwischen Indonesien und Philippinen) werden diese großen Trimarane gerne aufgerüstet mit allerlei Waffen.

Da die Boote fast keinen Tiefgang haben eignen sie sich bestens zur Piraterie in den flachen Korallengewässern mit deren unzähligen Untiefen.

Mit damals schon besten Radar ausgerüstet bringen sie eine Kielyacht schnell auf und jagen sie dann mit Gewehrsalven vor sich her in die flacheren Korallenriffe hinein, wo die Yacht durch ihren eigenen Tiefgang schnell aufläuft, oder vorher schon freiwillig aufstoppt.

Dadurch wird das Schiff dann bequem auf und am Korallenriff, durch die flachen Rümpfe und den geringeren Tiefgang der Trimarane von den Piraten geentert und ausgeraubt. Dies läuft leider meist nicht so glimpflich für die Yachtcrew ab.

Schon zu meiner Zeit wurde das im Süden der Inseln so gehandhabt. Ich wurde diesbezüglich auch gewarnt, machte mir aber keine Sorgen darüber da ich ja nur ein kleines Auslegerboot hatte, auf dem es nichts zu holen gab. Damit hatte ich auch recht behalten.

Bestimmt sind mir in einiger Entfernung solche Tris begegnet nur sahen die dann in  mir einen segelnden Insulaner, der seine Fischleine mit Hacken hinter seinem kleinen Auslegerboot  her zog, sonst nichts.

Für mich konnte es gar keine bessere Tarnung geben. Richtig aufmerksam wurde ich auf diese Geschichten erst als ich ganz unten im südlichsten Teil des Archipels auf einem Fischmarkt plötzlich sehr viele nautische Geräte und andere Maritime Gegenstände zum Verkauf sah. Ich konnte den gebrauchten Zustand der Geräte gut erkennen. Nur woher kamen die alle???

Normalerweise bekam man so weit unten im Süden nicht einmal einen elektrischen Haarföhn  zu kaufen, geschweige denn einen elektrisch beleuchteten Kompass von Plath.

Es wurde mir dann aber schnell klar, wie diese Sachen auf den Markt kamen, auf dem eigentlich Fisch der Verkaufsschlager sein sollte.

Nebenan im Hafen lagen diese sehr schönen großen Tris mit Lafetten und Radar ausgerüstet. Anfangs dachte ich  noch an Militär- oder Polizeiboote, doch es waren die Trimarane der Piraten mit ihren auffallend bunten Segeln.

Ingenieure des Trimaran! Polynesier? oder!?

es ist wohl nicht leicht zu beantworten wer diese Idee als erster  in die Welt brachte. Auf jeden Fall ist die Proa und der Trimaran älter als der Einrumpfsegler.

Der Trimaran vereint die Vorteile aber auch die Nachteile der pazifischen Proa (Ausleger in Luv und sehr schnell) und die atlantische Proa (Ausleger in Lee).

Aus der Proa wurde später der heutige Katamaran.

Ein Schwert ist nicht vorhanden. Das  Ruder ist sogar leicht vorbalanciert. Eigentlich steuert man viel über das Segel ähnlich eines Surfbrett. Vorteil dabei der geringe Tiefgang  und die hohe Geschwindigkeit. Nachteil! Eine Kennterung ist möglich. Zu viel Gewicht aufladen ist auch nicht gut.

Kojencharter - Kroatien - Katamaransegeln

 

Motiv : Ankern vor der Insel Palagruca.
Mitsegeln-Kroatien-Kojencharter

auf dem Katamaran " LAGOON 410 "Bj.2006

erwünscht!

Danke  an alle bisherigen Mitsegler, für die tolle Teamarbeit im richtigen Augenblick und die schönen Photos.

 

Für August  2014 sind wieder zwei bis vier Plätze frei für einen

7 Tages Törn


 




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In dem Zeitraum von - vom 16.08.2014 bis - 30.08.2014 

sind noch zwei bis vier Mitsegler/innen auf einem Catamaran herzlich willkommen.

Es handelt sich dabei um eine LAGOON  .Bj. 2006.  Dies ist ein schöner und schneller Katamaran

 

Wir, eine Crew von 2 - 3 Personen, Frauen und Männer im Alter zwischen 40 - 60 Jahre, würden gerne noch 2 – 3 Personen mit dazu einladen, einen einwöchigen Törn in Kroatien, Ausgangshafen: Marina Seget Donji / Trogir, mit zu Segeln und mit zu gestalten.  (Mitfahrgelegenheit ab München ist evtl. möglich). Sehr wichtig ist uns dabei, zu Segeln so wie es der Wind hergibt, nicht stundenlanges Motoren um irgendeinen Kurs zu halten.

Das Motto ist wie immer: Fordere die See und die Natur nicht heraus, sondern bewundere deren Kraft und Schönheit mit Respekt. Absolute Priorität hat die Sicherheit von uns, auf See. Dafür garantiere ich als erfahrener und revierkundiger Skipper.

Wir betreiben kein Charterunternehmen und auch keinen Ausbildungsbetrieb, es wird weder Profit noch ein anderer gewerblicher Zweck angestrebt. Wir sind auch keine "Meilenfresser." Natürlich machen wir in schönen Häfen und Buchten gerne Halt, um etwas anzuschauen, Schwimmen, Schnorcheln, Essen oder ein gutes Glas kroatischen Wein  zu genießen.

Wir sind ? - Ganz einfach ! - Segelbegeisterte Menschen verschiedenster Couleur, die sich  einen Segel - Katamaran (LAGOON 410) chartern, um damit im Mittelmeer an den schönsten Küsten und Inseln Kroatiens  zu segeln. Dieser Törn ist für  jeden geeignet, auch für Segel - Neulinge.

Eine Teamfähigkeit innerhalb der Crew sollte vorhanden sein oder spätestens an  Bord erlernt werden. Je nach dem allgemeinen Wissensstand der Crew wird das Segeln angepasst, soll heißen, wir nehmen Rücksicht auf die Befindlichkeiten des Einzelnen.    

    Wie so ein Tag an Bord ablaufen kann, ist auf meiner Seite zu lesen unter  Logbuch Auszug

Die Kosten für eine Woche LAGOON 410 betragen für jeden von uns  ca.  € 600,00 -650,00  (entscheidend dabei ob mit 5 oder 6 Pers.an Bord)  plus Bordkasse ca. € 100  pro Woche (Diesel, Essen, Hafengebühren, Getränke).

- Segelkenntnisse  - Freut uns immer falls vorhanden. Wichtig ist uns:  Rücksichtnahme, Wertschätzung, Freundlichkeit, Abwechseln, Teilen und natürlich auch mal Mithilfe in der Pantry. Wir kochen auch des öffteren gemeinsam.

 - Die kleine Seemannschaft  - Zu ihr gehört: Backschaft, Ruderwache, An- und Ablegen Helfen, Fender, Passarella, An- und Abknoten, Segel setzen und bergen, Proviant fassen und verstauen, Wasser und Strom im Hafen auf- und abnehmen, evtl. Beiboot bedienen. Das kann jeder in kürzester Zeit lernen, wenn Sie/ Er will.                                               

  Gerne gebe ich meine Erfahrungen weiter, halte mich aber auch zurück wenn es etwas gibt was andere besser können. Ich habe immer ein offenes Ohr für zusätzliches Wissen von Mitseglern, zum Beispiel wo lagert man Butter im Bordkühlschrank am besten? Und warum genau in diesem Eck? Oder, gibt es die Mathematik der Knoten? Wurde mir alles schon genau erzählt und auch plausibel erklärt. Wir lernen immer gerne dazu.

 Jeder hat auf dem Schiff genügend Platz und Freiraum für sich selbst, das ist für uns alle ein sehr wichtiger Punkt. Deshalb nicht mehr als "sechs Personen an Bord," obwohl bis zehn Personen auf der LAGOON 410  kein Platzproblem ergeben würde. In diesem Sinne freue ich mich auf eine tolle, schöne, erholsame Segeltour und eine E-Mail von Euch, direkt an: peter.macher@web.de

Die Route planen wir vor Ort gemeinsam, abhängig von Wind und Wetter. Von Trogir aus gibt es ja viele schöne Ziele zum anlaufen. Für weitere  Info bin ich auch über Handy  (0151- 505 44 121) zu erreichen.

 

 

 
 
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